Was ist eine Versilberung?

Was ist eine Versilberung?

Was passiert bei einer Versilberung?

Das heutzutage übliche Versilbern ist fast ausschließlich auf weitestgehend unelastischen Materialien sinnvoll, da es durch die Flexibilität nicht starrer Stoffe fast unweigerlich zu einem Abblättern der Silberauflage käme.
Daher eignen sich insbesondere Metalle und Legierungen, wie Alpacca oder Neusilber (Nickel-Kupfer-Zink-Legierung, die äußerlich Silber ähnelt), Kupfer, Messing, Zink, Zinn, Blei, Eisen, Stahl und Nickel, aber auch feste nicht-metallische Materialien wie Glas oder Kunststoffe eignen sich für eine Versilberung.
Je nach Zweck gibt es unterschiedliche Vorgänge aber auch Schichtdicken von Silberüberzügen. In der Verarbeitung und Herstellung von Elektronikteilen reichen oftmals wenige µm. Bei versilberten Bestecken gilt es heutzutage als Standard, dies mit 90g Silber auf einem zwölfteiligen Besteck aufzubringen. Man spricht dann z.B. von einer 90er-Auflage. Dies wird dann auf versilberte Bestecke recht klein im Regelfall auf die Rückseite der entsprechenden griffe punziert. Und ist somit ein verlässliches Zeichen, mit wie viel Feinsilber man es hier zu tun hat.

Versilberungsmethoden beim Versilbern von Gegenständen

Aufdampfen und Besteck neu versilbern

Die einfachste Art, einen Silberbezug aufzubringen, ist das Aufdampfen. Das Silber wird durch Erhitzung auf Temperaturen nahe des Siedepunktes gebracht. Dabei verdampft es, breitet sich gasförmig im Ofen oder in einer Vakuumkammer aus und kondensiert am zu versilbernden kühleren Stück. Der Silberdampf bildet dort eine Silberschicht. Die Schichtstärke hängt von der Dauer der Aufdampfung ab. So kann man z.B. den ersten Schuh seines Babys versilbern und als besonderes Souvenir behalten.

Galvanische Versilberung

Die Galvanisierung findet auch im Versilberungsprozess ihr Anwendung. Schon vor rund 140 Jahren wurden hierzu in England erste Patente angemeldet. Ohne hier zu sehr ins Detail zugehen, lässt sich sagen, dass die zu versilbernden Gegenstände in einen Silberelektrolyten eingetaucht werden und sich durch ein elektrisches Verfahren auf der Oberfläche ein Silberüberzug abscheidet. Dieses Verfahren ist durch die erforderliche Nachbehandlung aufwändiger als das reine Aufdampfen wie zuvor beschrieben.

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