Welches Gold kaufen? Edelmetalle & Silber

Welche Art Gold sollte man kaufen oder verkaufen?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten, dennoch möchten wir Ihnen in Form des folgenden Ratgebers ein paar Ankerpunkte nennen, die es zu beachten gilt.

Anonymes Tafelgeschäft

Welches Gold sollte man kaufen?

An erster Stelle sollte der Verwendungszweck für Sie klar sein. Ist es ein Schmuckstück? Dann zählen allein der Geschmack und Ihr zur Verfügung stehendes Budget. Anlagegold in seinen verschiedenen Macharten kommt für Sie infrage, wenn Sie vorsehen, Ihr Geld so sicher, wie möglich, so sicher, wie es die Gegebenheiten erlauben, anzulegen. Hierfür kommen ausschließlich unterschiedliche Ausführungen von Feingold infrage. Goldbarren ab 1g bis 1 kg oder Goldmünzen aus Feingold oder mit einem sehr hohen Feingoldgehalt wie Krügerrand, Maple Leaf, oder American Eagle aber auch andere Bullionmünzen sind unter Anlegern sehr verbreitet und bieten sich schon allein wegen des hohen Bekanntheitsgrads dafür an. Entscheiden Sie nach diesen und eigenen Kriterien, welches Gold zu kaufen für Sie die beste Investition ist.

Feingold kaufen

Welches Edelmetall sollte man kaufen?

Grundsätzlich bietet es sich an, beliebte und gefragte Edelmetalle zu kaufen. Neben Gold bieten sich hier auch Feinsilber und Platin an. Diese kommen wie auch Gold in Form von Barren, Münzen oder auch Medaillen in Umlauf. Alle drei hier genannten Edelmetalle haben in den letzten Jahren enorme Wertzuwächse zu verzeichnen und sind daher empfehlenswert. Auch hier entscheidet schließlich Ihre persönliche Präferenz.

Welches Silber sollte man kaufen?

Wie bei Gold, gliedert sich die Antwort auf die Frage in zwei Unterpunkte: Anlagesilber oder Schmucksilber. Als Anlagesilber bietet sich, analog zum Gold, die Feinvariante des Edelmetalls an. Feinsilber gibt es geprägt oder gegossen als Barren mit unterschiedlichen Einzelgewichten oder auch als Münzen und Medaillen. Die Reinheit liegt hier bei 999,9/1000. Sogenanntes Sterlingsilber hat einen Feingehalt von 925/1000, besteht also zu 92,5% aus Silber und ist heutzutage die bevorzugte Legierung bei der Herstellung von Silberschmuck. Eher selten findet man 800er Silber, wie es bei Tafelsilber lange Zeit beliebt war, oder noch geringere Legierungen, wie 615er Silber, das in manchen Währungsmünzen verwendet wurde und teils noch wird.

Silberbarren kaufen

Welche Goldlegierungen gibt es und welchen Wert haben sie?

Goldlegierungen könnte man theoretisch in jeder beliebigen Verteilung herstellen. Eine Goldlegierung entsteht durch Verschmelzung unterschiedlicher Edelmetalle in Kombination mit Feingold. Üblicherweise und weltweit haben sich jedoch zweierlei Bezeichnungen für bestimmte Goldlegierungen durchgesetzt. Weltweit dienen Karatangaben der verlässlichen Orientierung von Käufern und Verkäufern des begehrten Edelmetalls.
Zur Verwendung der Karatangabe bei Gold
Hier wird durch den Begriff Karat definiert, wie viel Feingold nachweislich in einer Goldlegierung verarbeitet wurde. Der Berechnung liegt die Grundzahl 24 (kt) für Feingold zugrunde. Das bedeutet, 24kt Gold entspricht reinem Gold. Teiler von 24 werden benutzt, um andere gängige Goldlegierungen zu bezeichnen. 1-karätiges Gold hätte demnach nur einen Goldanteil von 1/24 (=4,17 %).

Karatangaben bei Gold in der Praxis

  • Gold 999/1000: 24 Karat – Feingold – Goldbarren, viele Goldmünzen, manche Schmuckstücke
  • Gold 900/1000: 21,6 Karat – Münzgold – Sehr häufig bei Goldmünzen (älterer Bauart) anzutreffen
  • Gold 750/1000: 18 Karat – Ringgold – Klassischer Feingehalt bei Goldschmuck
  • Gold 583,33/1000: 14 Karat – Auch noch sehr oft bei Schmuckstücken anzutreffen

Die obige Liste stellt natürlich nur einen kleinen Überblick über häufige Karatangaben dar. Diesbezüglich sollte man wissen, dass sich Angaben in Teilen von tausend global immer mehr durchsetzen.

Welche Besonderheiten zu Goldlegierungen sollte man kennen?

In Deutschland sind die Legierungen 333er, 585er, 750er und 999er Gold üblich. Dabei ist es gleich, welche Farbe das entsprechende Gold augenscheinlich hat. Besonderheiten, auch in benachbarten Ländern, sollte der Goldkenner jedoch in Erinnerung haben, speziell, wenn es um den Erwerb eines Mitbringsels aus dem Urlaub geht. Im Folgenden haben wir Ihnen einige Länder mit den dort gängigen Goldlegierungen aufgezählt. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Großbritannien
375, 585, 750 und 916.

Frankreich
750, 840 und 920

Griechenland
333, 375, 500, 585, 750 und 916

Italien
333, 500, 585, 750 und 900

Niederlande
585, 750, 833. Legierungen unter dem Wert 585er Gold dürfen in den Niederlanden nicht als Gold bezeichnet werden.

Norwegen
585, 750, und 900. In Norwegen dürfen Legierungen mit 333er Gold nicht als Goldlegierung verkauft werden.

Spanien
585, 750, 900, 999,99. Auch in Spanien sind Legierungen mit einem Feingehalt von 33,3% nicht als Goldlegierung zugelassen.

Dies dient vorrangig der Herstellung des gewünschten Festigkeitsgrads der Goldlegierung und offensichtlich auch der Erstellung bestimmter Farbnuancen.

Gold kann man auch in 1g Paketen kaufen

Welche Farbgoldlegierungen gibt es?

Diese sogenannten Farbgoldlegierungen, für die dem Gold andersfarbige Metalle beigemischt werden, kennt man häufig als Weißgold, Rotgold, Grüngold etc.
So erreicht man mit einem hohen Kupferanteil einen rötlichen Farbton, der gemeinhin als Rotgold bezeichnet wird. Die Zugabe von Silber und Kupfer zu gleichen Teilen resultiert in Gelbgold. Grüngold entsteht, indem Gold und Silber zu gleichen Teilen miteinander verschmolzen und gegebenenfalls mit Cadmium angereichert werden, was zu einem deutlicheren Grünton führt.
Schließlich kann Gold durch die Zugabe von Palladium, Nickel oder Silber künstlich geweißt werden. Es entstehen hierbei Weiß- bzw. Graugold. Für die letztgenannte Variante hat sich die Schmuckherstellung zeitgeistgemäß als vorrangiges Verwirklichungsgebiet entwickelt. Heute findet man, auf diese Weise hergestellt, hochwertige, anlaufbeständige Fassungen für farblose Brillanten oder schlicht modern anmutenden Weißgoldschmuck. Nicht zuletzt ist auch die Medizintechnik, allen voran die Dentalmedizin, sehr an verschiedenen Legierungen und Härten interessiert.