Wie bestimmt man den Wert von Diamanten?

Wie bestimmt man den Wert von Diamanten?

Diamanten gelten weltweit als die wertvollsten Steine. Viele Diamanten sind dabei derart selten,
dass sich die Anzahl der gefundenen Exemplare lediglich im zweistelligen Bereich bewegt. Allerdings
ist die Seltenheit alleine noch kein Faktor, der etwas über den Wert eines Diamanten aussagt.
Vielmehr spielen hier die vorliegende Reinheit, das Gewicht, die Farbdichte sowie die Höhe der
Lichtbrechung eine entscheidende Rolle bei der Wertermittlung von Diamanten. Grundsätzlich gilt: Je
mehr dieser genannten Attribute der jeweilige Stein auf sich vereint, desto mehr Wert hat er
letztendlich auch.

Die “Vier C” als ausschlaggebende Kriterien

Grundsätzlich weisen Diamanten völlig unterschiedliche Ausprägungen auf. Bei einer
oberflächlichen Betrachtung zum Beispiel zwei gleich großer Diamanten gehen viele Menschen davon
aus, dass die Steine dann auch ungefähr gleich viel wert sind. Dies ist aber ein Trugschluss. Schon
kleinste Unterschiede beeinflussen die Wirkung und den Wert eines entsprechenden Diamanten
nachhaltig. Wie wertvoll ein Diamant tatsächlich ist, wird dabei durch die so bezeichneten “Vier C”
ermittelt. Hinter dieser Wortschöpfung verbergen sich die vier wichtigsten Eigenschaften eines
Diamanten:

  • C wie Carat (deutsch: Karat).
  • C wie Colour (deutsch: Farbe).
  • C wie Clarity (deutsch: Reinheit).
  • C wie Cut (deutsch: Schliff).

C wie Carat: Das Gewicht im Fokus

Das Gewicht eines Diamanten wird mit Karat beziffert, wobei ein Karat genau 0,2 Gramm entspricht.
Dabei können Sie von folgender Faustformel ausgehen: Je höher das Gewicht eines Steins dieser Art
ist, desto seltener und auch wertvoller bzw. teurer ist er. Der Wert eines Diamanten steigt dabei
jeweils überproportional zum eigentlichen Gewicht. Daher kostet ein Stein, der ein Gewicht von
einem Karat aufweist, zwar deutlich mehr, aber keinesfalls doppelt so viel wie ein Diamant von
lediglich 0,5 Karat. 2010 wurde diesbezüglich ein Diamant mit einem Gewicht von 24,78 Karat für
die Rekordsumme von fast 34 Millionen Euro im in Genf ansässigen Aktionshaus Sotheby´s
versteigert.

C wie Colour: Liebhaberpreise für besondere Farbgebungen

Diamanten kommen in zahlreichen verschiedenen Farben vor. Der Wert eines Diamanten ist dabei zwar
nicht direkt von der Farbe abhängig, aber für Steine mit bestimmten Farben werden dennoch höhere
Preise bei Goldankauf Dienstleistern erzielt. Insbesondere schwarze sowie rosafarbene Exemplare liegen in der Gunst ganz vorne;
aber auch zum Beispiel zitronengelbe und blaue Diamanten sind äußerst begehrt und erzielen oftmals
echte Liebhaberpreise, die über dem tatsächlichen Wert angesiedelt sind. Als wertvollste
respektive teuerste Diamanten der Welt gelten allerdings die weißen und die besonders hellen
Steine.

C wie Clarity: Auf die Unversehrtheit kommt es an

Zudem ist die Reinheit eines Diamanten für die Wertermittlung ein entscheidender Faktor. Allerdings
gibt es nur selten Exemplare, die selbst bei einer zehnfachen Vergrößerung als fehlerfrei
respektive als absolut lupenrein bezeichnet werden können. Denn die meisten Diamanten weisen so
bezeichnete Einschlüsse auf. So werden die Kristallstörungen oder auch Fremdkörper – wie etwa
eingeschlossene Mineralien – genannt, welche die Reinheit von Diamanten beeinträchtigen. Liegen
dementsprechende Einschlüsse vor, verhindern diese das ungehinderte Durchdringen des Diamanten von
Licht. Gleichzeitig werden damit die Reflektionen vermindert und das begehrte Funkeln abgeschwächt.
Mittels einer allgemein gültigen Reinheitsskala erfolgt die diesbezügliche Graduierung. Die
Abstufungen reichen dabei von P3 (größere Einschlüsse bzw. Merkmale) bis zur besten Stufe IF. In
letzterer Stufe sind die absolut lupenreinen Diamanten kategorisiert.

C wie Cut: Auf das Strahlen kommt es an

Beim Schliff wird dann letztendlich beurteilt, wie akkurat der jeweilige Diamantenschleifer
gearbeitet hat. Grundsätzlich wird das Schleifen genutzt, um optische Effekte zu akzentuieren und
um den Glanz eines Exemplars zu verstärken. Handelt es sich dabei um einen gut geschliffenen
Diamanten wird das einfallende Licht optimal reflektiert. Ist der Schliff beispielsweise zu flach,
bricht der Lichtstrahl im Inneren des Diamanten und entweicht dann. Aber auch wenn der Schliff
demgegenüber zu tief vom Schleifer angesetzt wurde, entweicht das Licht. Einen guten Cut können
Sie also daran erkennen, dass das Licht ungebrochen reflektiert und durch den oberen Bereich eines
Diamanten quasi zurück strahlt.

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